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Kaum eine Firma ist sich des Wertes ihrer Daten bewusst. Erst
im Falle eines unvorhergesehenen Datenverlustes wird darüber
nachgedacht. Halten Sie schon heute einen Notfallplan für
den Ernstfall bereit. Ihre Daten sind ein wertvolles Gut! Es
gilt, sorgfältig mit ihnen umzugehen. Am wichtigsten ist
dabei vor allem: Regelmäßiges Speichern, tägliche
Sicherung (auch für Notebooks), Überprüfung und
Lagerung der Backups an einem vor Feuer und Wasser geschützten
Ort.
Grundsätzlich stehen Ihnen heute vier verschiedene technologische
Möglichkeiten zur Verfügung, um Daten zu sichern, Daten
zu archivieren oder zu transportieren:
Elektro-magnetische Speichertechnologie (Festplatten, Bänder),
Optische Speichertechnologie (CD, DVD), Flash Memory (SD, USB-Stick)
und Magneto-Optische Speichertechnologie (MO).
Eine für Sie und Ihr Unternehmen optimale Lösung
sollte nach Ihren Anforderungen maßgeschneidert sein und
nach Möglichkeit folgende Kriterien erfüllen:
- kurze Sicherungs- und Wiederherstellungszeiten
- zuverlässige Langzeitarchivierung
- zentrales Management
- effiziente Auslastung bestehender Netzwerkinfrastrukturen
- preisgünstige Realisation
Wir beraten Sie umfassend zu diesem wichtigen Punkt Ihrer EDV-Struktur – damit
Ihre Daten sicher sind und sicher bleiben. Dabei setzen wir auf
namhafte Hersteller und flexible, ausgereifte Produkte, die an
Ihre individuellen Bedürfnisse optimal angepasst werden können.
Die Verwendung eines einzelnen Mediums zur Datensicherung birgt
die große Gefahr, dass es trotz des Backups früher
oder später zu Datenverlusten kommt. Allein der Systemabsturz
während einer Sicherung vernichtet das einzige Backup. Bei
der Entwicklung einer Backup-Strategie ist also darauf zu achten,
dass der Zugriff auf ältere Versionen der gesicherten Daten
gewährleistet ist. Immerhin kann eine Datei zum Zeitpunkt
der aktuellen Sicherung bereits beschädigt oder virenverseucht
sein.
Eine einfache Methode dieses Risiko zu minimieren, besteht darin,
5 Cartridges (Medien) zum täglichen Medienwechsel einzusetzen.
Pro Arbeitstag wird ein spezifisches Medium verwendet, das entsprechend,
z.B. „Dienstag“, beschriftet werden sollte. Die Auslagerung
eines Sicherungsmediums außerhalb des Gebäudes ist unbedingt
empfehlenswert.
Großvater – Vater – Sohn Prinzip nennt sich
eine Sicherungsmethode, die mindestens drei Sicherungsmedien
umfasst. Dabei wird z.B. am Montag ein Medium (Großvater)
verwendet, am Dienstag wieder ein neues (Vater) und am Mittwoch
schließlich das dritte Medium (Sohn). Am Donnerstag wird
dann das Medium vom Montag (Großvater) überschrieben,
am Freitag das Medium vom Dienstag (Vater) usw. Damit ist gewährleistet,
das wenigstens die Medien der letzten zwei Tage zur Rücksicherung
verwendet werden können.
Die Sicherungsmethode legt aber nur einen Teil der Strategie
fest. Es bleibt noch zu entscheiden, welche Datenbestände
gesichert werden sollen. Dies hat Einfluss auf die Datensicherungs-Geschwindigkeit
und auf den Aufwand eines eventuellen Restores.
Vollbackup
Der einfachste Weg ist das tägliche Vollbackup aller Dateien – egal
ob seit der letzten Sicherung geändert oder nicht. Die Vorteile
sind, dass sich auf dem letzten Band alle aktuellen Änderungen
befinden und der Benutzer sich keine Gedanken darüber machen
muss, was gesichert werden soll und, besonders wichtig, eine
Datenrücksicherung gestaltet sich sehr einfach und gefahrlos.
Nachteile sind der immense Platzbedarf und Zeitaufwand bei umfangreichen
Datenbeständen.
Inkrementelles Backup
Das inkrementelle Backup nimmt nur Dateien in die Sicherung,
die seit der letzten Sicherung geändert wurden. Dafür
wird von der Sicherungssoftware ein sogenanntes Archivbit gesetzt.
Nach dem Backup werden die Archivbits der gesicherten Dateien
gelöscht. Zwar gehen so die täglichen Sicherungen sehr
schnell vonstatten und benötigen nur wenig Platz, es gibt
jedoch einen entscheidenden Nachteil: Wird ein Restore notwendig,
reicht es nicht, ein einziges Medium einzulegen. Es müssen
nach der Datenrücksicherung des letzten Vollbackups alle
Medien zurückkopiert werden, auf denen inkrementell gesichert
wurde.
Differenzbackup
Hierbei wird auch das Archivbit der inkrementellen Methode ausgewertet,
jedoch erst nach einem erneuten Vollbackup zurückgesetzt.
Die Folge ist, dass alle seit dem letzten Vollbackup geänderten
Dateien gesichert werden und sich somit auf dem letzten Backupband
alle in der aktuellen Woche geänderten Daten befinden. Damit
wird der Restore bedeutend einfacher. Es muss im Katastrophenfall
einfach das letzte Vollbackup zurückgesichert werden, anschließend
dann die letzte Differenzsicherung. |